So soll das neue Dienstgebäude der Kreisverwaltung aussehen. Quelle: Baubeschreibung
Der EN-Kreis informiert

Kreistag: Beschluss für neues Dienstgebäude soll fallen

Aus sechs mach eins – für das Jobcenter EN heißt das: Die momentan noch in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel liegenden Regionalstellen sowie die Koordinierungsstelle sollen in einem Gebäude zusammengelegt werden. Neben rund 175 Mitarbeitern des Jobcenters EN sollen dort zudem 30 Beschäftigten des Ausländeramtes des Ennepe-Ruhr-Kreises einziehen. Eine Grundsatzentscheidung des Kreistages hatte den Weg für den Kauf eines Grundstückes an der Rheinischen Straße in Schwelm freigemacht.

Jetzt steht der Beschluss für den Bau des Gebäudes auf der Tagesordnung des Gremiums.

Zur Erinnerung die Ausgangslage: Vor mehr als 13 Jahren waren die Regional- und Anlaufstellen des Jobcenters EN im Südkreis flächendeckend eingerichtet worden. Heute erfüllt keiner der seinerzeit angemieteten Standorte die Anforderungen, die an moderne Bürogebäude und -räume zu stellen sind. Dazu zählen Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung ebenso wie Aspekte aus den Bereichen Sicherheit und Barrierefreiheit, Energieeffizienz und Kundenfreundlichkeit. Verbesserungen wären, wenn überhaupt, nur mit erheblichen Investitionen möglich gewesen.

Neben diesen baulichen Argumenten sprachen aus Sicht der Kreisverwaltung auch organisatorische Überlegungen dafür, die vielen Standorte durch ein zentrales Gebäude zu ersetzen. Dazu zählten unter anderen verbesserte Vertretungsregeln, ein effizienterer Personaleinsatzes sowie erweiterte Spezialisierungsmöglichkeiten für die Beschäftigten. Um die Raumnot im Kreishaus zu verringern und mit Blick auf vergleichbare Sicherheitskonzepte fiel zudem die Entscheidung, das Ausländeramt aus dem Kreishaus in die Rheinische Straße umzusiedeln.

7000 qm Bürofläche geplant

So soll das neue Dienstgebäude der Kreisverwaltung aussehen. Quelle: Baubeschreibung
So soll das neue Dienstgebäude der Kreisverwaltung aussehen. Quelle: Baubeschreibung

Auf dem gut 9.400 Quadratmeter großen Grundstück soll laut Entwurf ein dreigeschossiges Flachdachgebäude entstehen. Innen sind auf 7.000 Quadratmetern Büros für 225 Beschäftigte, verschiedene Wartezonen mit Empfangsbereichen sowie Besprechungs- und Schulungsräume geplant. Draußen wird es 130 Parkplätze sowie 70 Abstellplätze für Fahrräder geben.

Neben den verbesserten Arbeitsbedingungen können die Barrierefreiheit und Sicherheitsaspekte als Pluspunkte gewertet werden. So werden alle Etagen des Gebäudes mit einen Aufzug zu erreichen sein. Hinsichtlich der Sicherheit für die Mitarbeiter macht der Neubau es möglich, die entwickelten Sicherheitskonzepte komplett umzusetzen. Beim Thema Nachhaltigkeit punktet das Vorhaben mit LED Beleuchtung, einer Heizungsanlage, die auf Erdwärme setzt, sowie der Vorbereitung für eine Photovoltaikanlage.

Für das neue Gebäude inklusive Grundstück, Erschließung und Nebenkosten rechnet der Kreis aktuell mit Ausgaben von 19,1 Millionen Euro. Die reinen Baukosten liegen voraussichtlich bei 13,6 Millionen Euro. „Voraussichtlich“, so heißt es in der Vorlage, „weil es aufgrund der aktuellen Baukonjunktur gelte, Kostenrisiken einzukalkulieren.

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